Hauptseite > Folieneigenschaften > Lichtkonversionsfolie
Lichtkonversionsfolie
aus Unter Folie. Kategorie: Folieneigenschaft.
Lichtkonversionsfolien verschieben Anteile des Sonnenspektrums in für die Pflanze günstigere Wellenlängenbereiche, um Wachstum und Ertrag zu fördern.
Lichtkonversionsfolien enthalten Additive, die einen Teil des einfallenden Sonnenlichts in andere Wellenlängen umwandeln. Ziel ist es, das Lichtspektrum in für die Photosynthese und die Wuchssteuerung günstigere Bereiche zu verschieben.
Wirkprinzip
Pflanzen nutzen nicht das gesamte Sonnenspektrum gleich effizient. Besonders rotes Licht ist für die Photosynthese und für bestimmte Wachstumsprozesse bedeutsam. Lichtkonversionsfolien enthalten Leuchtstoff-Additive, die energiereichere Anteile des Spektrums, etwa Grün- oder UV-nahe Bereiche, aufnehmen und als längerwelliges Licht wieder abgeben. Auf diese Weise wird der für die Pflanze weniger nützliche Anteil teilweise in besser verwertbares Licht überführt.
Es handelt sich damit nicht um eine bloße Filterung, sondern um eine aktive Umverteilung von Lichtenergie innerhalb des Spektrums.
Abgrenzung zu Diffusions- und Filterfolien
Lichtdiffusionsfolien verändern die Richtung des Lichts, indem sie es streuen, ändern aber nicht dessen spektrale Zusammensetzung. Reine Filterfolien blocken bestimmte Wellenlängen ab. Konversionsfolien gehen darüber hinaus, indem sie Lichtanteile umwandeln. In der Praxis werden diese Prinzipien teils in einer Folie kombiniert.
Nutzen und Grenzen
Der mögliche Nutzen liegt in einer verbesserten Lichtausnutzung und einer gezielten Beeinflussung von Wuchs, Kompaktheit oder Kulturführung. Die tatsächliche Wirkung hängt jedoch stark von Kultur, Standort, Grundstrahlung und Folienausführung ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Konversionsfolien sind daher als spezialisiertes Werkzeug zu verstehen, dessen Einsatz kulturspezifisch abzuwägen ist.
Werkstoff und Einsatz
Lichtkonversionsfolien werden aus Polyethylen oder Polyolefin gefertigt und mit den entsprechenden Additiven ausgerüstet, häufig kombiniert mit UV-Stabilisierung, Thermizität und Lichtdiffusion. Eingesetzt werden sie als Bedachung in Gewächshäusern und Tunneln, vor allem dort, wo eine gezielte Steuerung des Lichtspektrums über die reine Lichtmenge hinaus angestrebt wird. Eine herstellerunabhängige Prüfung der angegebenen Spektralwirkung anhand der Kulturanforderungen ist empfehlenswert.