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Lichtdiffusionsfolie

aus Unter Folie. Kategorie: Folieneigenschaft.

Lichtdiffusionsfolien streuen einfallendes Sonnenlicht, verteilen es gleichmäßiger im Bestand und mindern Blattverbrennungen und Schattenzonen.

Lichtdiffusionsfolien wandeln direktes Sonnenlicht in gestreutes Diffuslicht um. Dadurch wird der Kulturraum gleichmäßiger ausgeleuchtet, harte Schlagschatten entfallen und die Gefahr von Blattverbrennungen sinkt.

Wirkprinzip

In das Folienmaterial eingebettete Streupartikel oder eine strukturierte Oberfläche brechen das gerichtete Sonnenlicht in viele Richtungen. Statt eines gebündelten Strahls, der einzelne Blätter stark beleuchtet und andere im Schatten lässt, entsteht ein weiches, allseitiges Licht. Dieses Diffuslicht dringt tiefer in den Bestand ein und erreicht auch untere und innen liegende Blattetagen.

Der entscheidende Kennwert ist der Diffusionsgrad, oft als Haze-Wert beschrieben. Er reicht von leicht streuenden Folien mit hoher Gesamttransmission bis zu stark diffusen Ausführungen für empfindliche Kulturen.

Vorteile für die Kultur

  • Gleichmäßige Ausleuchtung: Auch schattige Bestandsteile erhalten Licht, was die Photosynthese-Leistung des gesamten Bestands verbessert.
  • Verbrennungsschutz: Der Wegfall gebündelter Lichtspitzen verringert lokale Überhitzung und Blattschäden an sonnenexponierten Stellen.
  • Temperaturausgleich: Diffuses Licht mindert Temperaturspitzen an Blattoberflächen und dämpft Hitzestress.
  • Ertrag und Qualität: Eine bessere Lichtverteilung kann sich positiv auf Wuchsleistung und Fruchtqualität auswirken.

Abwägung zur klaren Folie

Klare, hochtransparente Folien liefern die maximale Lichtmenge und sind für lichtarme Standorte oder lichthungrige Kulturen sinnvoll. Streufolien geben einen Teil dieser gerichteten Transmission zugunsten der Verteilung ab. In der Praxis überwiegt der Nutzen des Diffuslichts häufig, besonders in strahlungsreichen Lagen und bei hohen, dichten Beständen. Auf sehr lichtarmen Standorten kann dagegen die maximale Transmission wichtiger sein.

Werkstoff und Kombination

Lichtdiffusionsfolien werden aus Polyethylen oder Polyolefin gefertigt, meist mehrschichtig coextrudiert. Die Streufunktion wird häufig mit weiteren Eigenschaften wie Anti-Tropf-Ausrüstung, Thermizität und UV-Stabilisierung kombiniert, sodass eine einzige Bedachungsfolie mehrere Aufgaben erfüllt.

Kulturbeispiele

Von diffusem Licht profitieren vor allem hohe Fruchtgemüsekulturen wie Tomate, Gurke und Paprika, deren untere Blattetagen sonst leicht beschattet werden. Auch bei empfindlichen Zier- und Jungpflanzen mindert Streulicht Verbrennungsschäden. Die Auswahl des Diffusionsgrades sollte an Standortstrahlung, Kulturhöhe und Lichtbedarf angepasst werden.

Siehe auch

Veröffentlicht 07. September 2026